FC Bienwald Kandel II – SVH 2:2 (0:2)

So., 24.11.19: Man musste damit rechnen, dass Kandel nach der 7:1 Klatsche aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen hatte. Mit der frühen Führung unserer Mannschaft hatten die Gastgeber vermutlich aber nicht gerechnet. In der 2. Minute nutzte Danny Albrecht eine Flanke von Wolfgang Schutzat für ein tolles Kopfballtor zum 0:1, in der 8. Minute traf Schutzat selbst mit einem direkt verwandelten Eckball zum 0:2. Auch danach versteckte sich unsere Mannschaft nicht. Das meiste spielte sich in der gegnerischen Hälfte ab und mit etwas mehr Glück hätten wir auch mit einem höheren Ergebnis in die Pause gehen können.

Das wäre im Nachhinein auch besser gewesen, denn im Verlauf der zweiten Halbzeit zeichnete sich immer mehr ab, dass Kandel noch ein Tor gelingen könnte. Die Platzherren vergaben ein zwei Chancen, die ihnen quasi auf dem Silbertablett präsentiert wurden. Das heißt aber auch, dass wir viel zuviel zugelassen haben. In der 59. Minute fiel der Ausgleich im dichten Getümmel vor der Torlinie. Die ersten Schüsse konnte man noch abwehren, niemand vermochte es jedoch, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen. So schlug das Leder im dritten Versuch aus kürzester Distanz steil im Tor ein. Das Spiel stand nun tatsächlich auf der Kippe und wäre Kandel II in allem so gut, wie im Spieler umtreten und Leute beleidigen hätten wir wohl haushoch verloren.

Das 2:2 fiel in der Nachspielzeit (90.+1) nach einer eher seltenen, unglücklichen Aktion unseres Torhüters Manuel Junghans. Er parierte einen Schuß mit der flachen Hand und ließ den Ball zur Seite abtropfen, wo leider kein Mitspieler zur Stelle war, sondern ein Kandeler einlief und den Ausgleich erzielte. In den wenigen Minuten danach hätten wir fast noch den Sieg geholt, doch der Schiedsrichter pfiff beide Situationen ab. Einmal ein tödlicher Pass von Larry Forbes auf Beqir Hajzeri (als Abseits gewertet), danach ein Angriff, der mit zwei im Strafraum am Boden liegenden SVH-Spielern endete, wo man ruhig auf Elfmeter hätte entscheiden können.
Es sollte nicht sein und so trennte man sich dieses Mal mit einem Unentschieden.