Damit hat niemand gerechnet! :-)

SVH Frauen – FV Dudenhofen          0:5 (0:3)

Mo., 26.10.: Mit Dudenhofen trat der Überflieger der Liga in Herxheimweyher an. 59:0 Tore in fünf Spielen hatte die neue, fast komplett aus der Verbandsliga-Mannschaft von Berghausen rekrutierte Truppe von Branko Ivanovic schon erzielt! Wenn man da auf Sieg spielt wird man gnadenlos abgeschossen. Von daher war die Zielsetzung von Trainerin Catrin Eichhorn, so gut wie möglich zu verteidigen und wenn schon, dann wenigstens nur einstellig zu verlieren.

Also erst mal nur in der eigenen Hälfte aufhalten, Räume absichern und Angriffe stören. Die Taktik verblüffte Dudenhofen, da bisher jeder Gegner ins offene Messer lief. Dass nun niemand angreifen wollte war neu und verunsicherte die Gäste, die nicht recht wussten was sie machen sollen. Nach sechs Minuten fiel zwar das 0:1, ansonsten stand unsere Abwehr aber stabil. Angreiferinnen wurden wenn möglich gedoppelt und rechtzeitig gestört, um jegliche Torgefahr zu unterbinden. Und wenn sich doch mal eine Lücke ergab stand Torhüterin Jana Müller immer richtig, um den Schuss abzuwehren.
Das machte Dudenhofen natürlich keinen Spaß und schon bald wurden die ersten leicht verzweifelten Fernschüsse abgegeben.

Bis kurz vor der Pause hielt man das 0:1, erst in der 40. Minute ging der Ball nach einem verdeckten, flachen Schuss aus gut 20m unhaltbar ins Tor. Kurz danach fiel das 0:3, trotzdem gingen die Gäste mit den schlechtesten Halbzeit-Ergebnis der Saison in Pause. Die zweite Hälfte verlief noch besser: nur zwei Gegentore (54./77.) mussten unsere Mädels hinnehmen und Claire Trolldenier kämpfte sich in einer der wenigen Kontersituationen auch mal richtig weit nach vorne durch. Mehr war auch nicht nötig in dieser quasi „Trainingseinheit in Defensiv-Verhalten“.

Natürlich ist Fußball etwas anderes und es war trotz allem eine Niederlage. Aber angesichts der geschlossenen Mannschaftsleistung, der 100%igen Umsetzung der taktischen Vorgaben und der über das ganze Spiel gezeigten Konzentration kann man sehr zufrieden sein. Und man war clever genug, um dieser „Übermannschaft“ das bisher schlechteste Resultat der Saison abzuringen – was uns auch Respekt von der Gegenseite einbrachte.